Zum Inhalt springen
☎ Anrufen Angebot anfragen
← Alle Ratgeber

Lademeter & Palettenmaße richtig berechnen

Kurz & knapp: Lademeter berechnen Sie mit der Formel (Länge × Breite in Metern) ÷ 2,4 – eine Europalette belegt rund 0,4 LDM, ein Sattelzug fasst 13,6 LDM bzw. 33 Europaletten.

Spedition Log – Lademeter & Palettenmaße richtig berechnen

Lademeter (LDM) berechnen Sie, indem Sie die von der Ladung belegte Länge der Ladefläche in Metern angeben – unabhängig von der Höhe. Die Formel lautet: (Länge × Breite der Stellfläche in Metern) ÷ 2,4 m Ladeflächenbreite. Eine längs gestellte Europalette (1,2 × 0,8 m) belegt so rund 0,4 LDM, ein Sattelzug bietet 13,6 LDM bzw. Platz für 33 Europaletten. Wer den Lademeter richtig ausrechnet, bekommt das passende Fahrzeug und einen fairen Preis.

Was ist ein Lademeter?

Ein Lademeter ist ein laufender Meter Ladefläche über die volle Breite des Laderaums. Als Standardbreite gelten 2,4 m (nutzbare Innenbreite eines Standard-Aufbaus). Ein Lademeter entspricht damit einer Fläche von 2,4 m². Der Wert beschreibt nicht das Volumen, sondern den beanspruchten Platz auf der Ladefläche – deshalb ist er die entscheidende Größe für nicht stapelbare oder sperrige Ware.

Bezahlt wird in der Spedition das, was am meisten Kapazität bindet: Schwere Ware wird nach Gewicht kalkuliert, sperrige, leichte Ware nach Lademetern und Volumen. Für die meisten Palettensendungen ist der Lademeter der maßgebliche Wert.

Lademeter berechnen: Formel und Beispiel

Die Berechnung ist einfacher, als sie klingt. Sie brauchen nur die Stellfläche der Ladung:

  • Formel: Lademeter = (Länge × Breite der Stellfläche in m) ÷ 2,4
  • Beispiel Europalette längs: 1,2 m × 0,8 m = 0,96 m² ÷ 2,4 = 0,4 LDM.
  • Beispiel Europalette quer: 0,8 m × 1,2 m Stellrichtung ergibt ebenfalls 0,4 LDM bei üblicher Nebeneinanderstellung – zwei Europaletten nebeneinander belegen zusammen 0,8 m Länge und damit rund 0,8 LDM – also 0,4 LDM je Palette.
  • Mehrere Paletten: Bei nicht stapelbarer Ware addieren Sie die Lademeter aller Stellplätze. Ist die Ware stapelbar, zählt nur die Grundfläche – das spart Lademeter und Kosten.

Wichtig: Nicht stapelbare Ware belegt den Lademeter allein, auch wenn darüber noch Platz wäre. Geben Sie deshalb immer an, ob Ihre Sendung stapelbar ist.

Umrechnungstabelle: Paletten, Lademeter und Fahrzeugklassen

Die folgende Tabelle fasst die gängigen Maße als Richtwerte zusammen:

Lademeter je Palettentyp und Kapazität der Fahrzeugklassen (Richtwerte)
Objekt / Fahrzeug Grundmaß Lademeter (LDM) Kapazität
Europalette (EPAL) 1,20 × 0,80 m ca. 0,4 LDM 1 Stellplatz
Industriepalette 1,20 × 1,00 m ca. 0,5 LDM 1 Stellplatz
Sprinter / 3,5 t Laderaum ca. 4,3 m bis ca. 1,8 LDM 3–4 Europaletten
7,5-Tonner Laderaum ca. 6,1 m bis ca. 6 LDM ca. 15 Europaletten
Sattelzug (Standard) Laderaum 13,62 m 13,6 LDM 33 Europaletten

Die Palettenzahl beim Sattelzug ergibt sich aus 13,6 LDM ÷ 0,4 LDM = 34 rechnerisch, praktisch werden 33 Europaletten geladen. Bei Industriepaletten passen entsprechend weniger auf die Fläche.

Häufige Fehler beim Lademeter

Diese Stolperfallen führen immer wieder zu falschen Angaben – und damit zum falschen Fahrzeug:

  • Stapelbarkeit vergessen: Wer stapelbare Ware als nicht stapelbar angibt, bucht unnötig viele Lademeter und zahlt zu viel. Umgekehrt sprengt falsch gemeldete Stapelbarkeit die Kapazität.
  • Überstand ignoriert: Ragt Ware über die Palette hinaus, belegt sie mehr Stellfläche als das reine Palettenmaß. Rechnen Sie den tatsächlichen Umriss.
  • Höhe nicht genannt: Der Lademeter sagt nichts über die Höhe. Für die Stapelplanung und Volumenware ist die Höhe trotzdem entscheidend.
  • Gewicht übersehen: Ein Sattelzug fasst zwar 33 Paletten, ist aber bei rund 24 Tonnen Nutzlast oft vorher am Gewichtslimit. Schwere Ware ist gewichts-, nicht lademeterlimitiert.

Lademeter, Gewicht und Volumen zusammendenken

Für die Fracht zählt nicht nur die belegte Fläche. In der Praxis prüft die Disposition drei Grenzen parallel: die Lademeter (Fläche), die Nutzlast (Gewicht) und das Volumen (Höhe und Stapelbarkeit). Die zuerst erreichte Grenze bestimmt, welches Fahrzeug nötig ist. Ein Rechenbeispiel: Zehn nicht stapelbare Europaletten belegen rund 4 LDM – das passt in einen 7,5-Tonner. Wiegen dieselben zehn Paletten aber je 1,5 Tonnen, sind das 15 Tonnen und damit ein Fall für den Sattelzug, obwohl die Fläche klein bleibt. Umgekehrt füllt sehr leichte, sperrige Ware den Laderaum über die Lademeter, lange bevor das Gewichtslimit erreicht ist. Deshalb gehören Palettenzahl, Lademeter, Höhe, Gewicht und Stapelbarkeit immer gemeinsam in den Auftrag – erst diese Kombination erlaubt die richtige Fahrzeugwahl und einen belastbaren Preis.

Warum die richtige Lademeter-Angabe zählt

Die Lademeter-Angabe entscheidet, welches Fahrzeug disponiert wird und was der Transport kostet. Stimmt sie, bekommen Sie das passende Fahrzeug und einen belastbaren Festpreis – bei Spedition Log etwa Teilladung ab 89 € pro Palette, Komplettladung ab 299 € oder ein Sattelzug ab 799 €. Stimmt sie nicht, drohen Nachdisposition und Mehrkosten. Ob Ihre Sendung als Teilladung reist oder das Fahrzeug füllt, zeigt der Vergleich von LKW-Teilladung und LKW-Komplettladung.

Sind Sie unsicher, rechnet die Disposition Ihre Lademeter gerne mit Ihnen durch – rund um die Uhr unter +49 (0)30 2000 849 40 oder dispo@spedition-log.com.

Häufige Fragen

Wie berechne ich Lademeter?

Multiplizieren Sie Länge und Breite der Stellfläche in Metern und teilen Sie das Ergebnis durch die Ladeflächenbreite von 2,4 m. Formel: Lademeter = (Länge × Breite) ÷ 2,4. Eine längs gestellte Europalette (1,2 × 0,8 m) ergibt so rund 0,4 Lademeter.

Wie viele Lademeter hat eine Europalette?

Eine Europalette (1,20 × 0,80 m) belegt etwa 0,4 Lademeter, eine Industriepalette (1,20 × 1,00 m) rund 0,5 Lademeter. Das gilt für nicht stapelbare Ware; ist die Ware stapelbar, zählt nur die Grundfläche.

Wie viele Paletten passen in einen Sattelzug?

Ein Standard-Sattelzug bietet 13,6 Lademeter und fasst 33 Europaletten in einer Lage. Bei stapelbarer Ware entsprechend mehr, bei Industriepaletten weniger. Beachten Sie zusätzlich die Nutzlast von rund 24 Tonnen – schwere Ware ist oft vor dem Platz am Gewichtslimit.

Was bedeutet 'nicht stapelbar' für die Lademeter?

Nicht stapelbare Ware belegt ihren Lademeter allein, auch wenn darüber noch Platz frei wäre. Dadurch steigen die benötigten Lademeter und der Preis. Stapelbare Ware nutzt die Höhe und spart Lademeter – deshalb sollten Sie die Stapelbarkeit im Auftrag immer angeben.

Zählt beim Lademeter das Gewicht oder das Volumen?

Der Lademeter beschreibt die belegte Ladeflächenlänge, nicht das Gewicht. Berechnet wird jedoch der Faktor, der am meisten Kapazität bindet: sperrige, leichte Ware nach Lademetern und Volumen, schwere Ware nach Gewicht. Beide Werte sollten Sie deshalb angeben.

Transport anfragen

Kontaktieren Sie unsere Disposition – Festpreis-Angebot in wenigen Stunden, 24/7.