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FTL vs. LTL: Komplettladung oder Teilladung – was lohnt wann?

Kurz & knapp: Wann sich die Komplettladung (FTL) lohnt und wann die Teilladung (LTL) günstiger ist – mit klaren Faustregeln nach Paletten, Gewicht und Zeit.

Spedition Log – FTL vs. LTL: Komplettladung oder Teilladung – was lohnt wann?

FTL und LTL sind die beiden Grundformen des Straßengüterverkehrs – und die Wahl zwischen ihnen entscheidet spürbar über Kosten, Laufzeit und Schadensrisiko einer Sendung. FTL steht für Full Truck Load (Komplettladung), LTL für Less than Truckload (Teilladung oder Sammelgut). Wer die beiden Begriffe versteht, disponiert Transporte günstiger und vermeidet unnötige Umwege. Dieser Ratgeber erklärt beide Modelle, stellt sie gegenüber und liefert eine praktische Faustregel, ab wann sich welche Variante lohnt.

Was bedeutet FTL?

Bei einer FTL-Sendung (Komplettladung) wird ein kompletter Lkw exklusiv für Ihre Ware gebucht. Der Laderaum gehört Ihnen allein – unabhängig davon, ob er physisch voll ist oder nicht. Ein Sattelzug fasst rund 33 Europaletten und bis zu etwa 24 Tonnen Nutzlast. Der entscheidende Vorteil: Die Ware wird am Startort geladen und fährt direkt zum Ziel, ohne zwischenzeitliche Umladung. Das macht FTL schnell, planbar und schonend für empfindliche oder hochwertige Güter.

FTL kommt typischerweise zum Einsatz bei großen Mengen, zeitkritischen Lieferungen, empfindlicher Ware oder wenn feste Liefertermine eingehalten werden müssen. Auch für Direkttransporte ohne jeden Zwischenstopp ist die Komplettladung die richtige Wahl. Mehr zu diesem Modell finden Sie auf unserer Seite zur Lkw-Komplettladung.

Was bedeutet LTL?

Bei einer LTL-Sendung (Teilladung / Sammelgut) teilen sich mehrere Auftraggeber einen Lkw. Sie zahlen nur für den Platz, den Ihre Ware tatsächlich beansprucht – gemessen in Paletten, Lademetern oder Gewicht. Die Sendungen verschiedener Kunden werden über Umschlagpunkte gebündelt und auf gemeinsame Routen verteilt. Das senkt die Kosten deutlich, weil die Fahrzeugkosten auf viele Schultern verteilt werden.

Der Preis dafür: LTL-Sendungen werden an einem oder mehreren Umschlaglagern umgeladen, was die Laufzeit verlängert und das Handling erhöht. Für kleinere Mengen, weniger eilige Ware und robuste Güter ist LTL dennoch meist die wirtschaftlichste Lösung. Details erklärt unsere Seite zur Lkw-Teilladung.

FTL vs. LTL im Vergleich

Die Unterschiede lassen sich an fünf zentralen Kriterien festmachen:

  • Kosten: LTL ist bei kleinen Mengen günstiger, weil Sie sich das Fahrzeug teilen. FTL wird erst ab einer gewissen Auslastung wirtschaftlicher – dann zahlen Sie einen festen Fahrzeugpreis statt Aufschläge pro Palette.
  • Laufzeit: FTL ist schneller, da die Ware direkt vom Start zum Ziel fährt. LTL braucht durch das Umschlagen an Sammellagern in der Regel ein bis mehrere Tage länger.
  • Umschlag / Umladung: Bei FTL wird die Ware einmal geladen und einmal entladen. Bei LTL passiert die Ladung mehrere Umschlagvorgänge – jeder davon kostet Zeit und bringt Handling.
  • Schadensrisiko: Weil FTL ohne Umladung auskommt, ist das Risiko für Beschädigungen niedriger. Jeder zusätzliche Umschlag bei LTL erhöht statistisch die Gefahr von Transportschäden.
  • Flexibilität: FTL erlaubt exakte Zeitfenster und individuelle Routen. LTL ist an feste Sammelrouten und Fahrpläne gebunden, dafür aber für kleine Sendungen jederzeit verfügbar.

Beide Modelle lassen sich auch kombinieren – etwa wenn ein Teil einer Lieferung eilt und der Rest normal laufen darf. Wie das im Alltag aussieht, zeigt unsere Übersicht zu Teil- und Komplettladung.

Faustregel: Wann lohnt sich was?

Als grober Richtwert gilt: Bis rund 6 bis 8 Paletten ist LTL meist die günstigste Wahl. Im Bereich dazwischen kommt es auf Gewicht, Termin und Route an. Ab etwa 12 bis 15 Paletten oder rund 50 Prozent Fahrzeugauslastung kippt die Rechnung zugunsten von FTL – dann ist der feste Komplettpreis oft günstiger als viele Einzelaufschläge, und Sie gewinnen Tempo und Sicherheit dazu.

Diese Zahlen sind Anhaltspunkte, keine starren Grenzen. Drei Fragen helfen bei der Entscheidung: Wie eilig ist die Sendung? Wie empfindlich oder wertvoll ist die Ware? Und wie viel Platz beansprucht sie tatsächlich? Je öfter die Antwort „eilig, empfindlich, viel“ lautet, desto klarer spricht alles für FTL. Bei kleinen, robusten und terminunkritischen Sendungen bleibt LTL die wirtschaftliche Wahl.

Preisbeispiele

Zur Orientierung einige Anker aus der Praxis von Spedition Log – alle als Festpreis, ohne versteckte Aufschläge:

  • LTL / Teilladung: ab 89 € pro Palette – ideal für einzelne oder wenige Paletten.
  • FTL / Komplettladung: ab 299 € für kleinere Fahrzeuge im Direktverkehr.
  • Sattelzug (bis 33 Paletten / 40 t): ab 799 € für die volle Komplettladung.

Der tatsächliche Preis hängt von Strecke, Gewicht, Terminfenster und Zusatzleistungen ab. Ein fester Fahrzeugpreis bei FTL bringt zudem Kalkulationssicherheit: Egal ob der Laderaum zu 80 oder 100 Prozent gefüllt ist, der Preis bleibt gleich. Bei LTL zahlen Sie hingegen genau nach beanspruchtem Platz – das macht die Teilladung bei wenigen Paletten unschlagbar günstig.

Mit eigenem Fuhrpark von 3,5 bis 40 Tonnen und einer 24/7-Disposition deckt Spedition Log beide Modelle europaweit ab – vom einzelnen Palettenversand als Teilladung bis zum kompletten Sattelzug im Direktverkehr. Welche Variante für Ihre Sendung die wirtschaftlichste ist, klären wir gern vorab: Für ein konkretes Festpreis-Angebot erreichen Sie uns unter +49 (0)30 2000 849 40.

FTL vs. LTL im direkten Vergleich

Komplettladung (FTL) und Teilladung (LTL) gegenübergestellt
KriteriumFTL – KomplettladungLTL – Teilladung
Laderaumganzer LKW für eine SendungLaderaum mit anderen Sendungen geteilt
Umschlagkeine Umladung – direkt von A nach BUmschlag im Hub möglich
Laufzeitschnellste Option, feste Fahrzeitetwas länger durch Bündelung
PreisFestpreis für den gesamten LKWanteilig nach Lademeter & Gewicht
Ideal beiab ca. 13 Lademetern, zeitkritisch oder empfindlich1–12 Paletten, kostensensibel
Schadensrisikominimal (kein Handling)höher durch Umschlag

Häufige Fragen

Wofür stehen die Abkürzungen FTL und LTL?

FTL steht für Full Truck Load, also die Komplettladung – ein Lkw fährt exklusiv für eine Sendung. LTL steht für Less than Truckload, die Teilladung oder Sammelgut, bei der sich mehrere Auftraggeber einen Lkw teilen und nur den genutzten Platz bezahlen.

Ab wie vielen Paletten lohnt sich eine Komplettladung (FTL)?

Als grobe Faustregel lohnt sich FTL ab etwa 12 bis 15 Paletten oder rund 50 Prozent Fahrzeugauslastung. Bei kleineren Mengen bis etwa 6 bis 8 Paletten ist die Teilladung (LTL) in der Regel günstiger. Termin, Gewicht und Route können die Grenze verschieben.

Warum ist FTL schneller als LTL?

Bei FTL fährt die Ware direkt vom Start zum Ziel, ohne Zwischenhalt. LTL-Sendungen werden dagegen an einem oder mehreren Umschlaglagern gebündelt und umgeladen. Diese Umschlagvorgänge kosten Zeit, weshalb Teilladungen meist ein bis mehrere Tage länger unterwegs sind.

Ist das Schadensrisiko bei LTL höher?

Tendenziell ja. Jeder Umschlagvorgang – also jedes Umladen an einem Sammellager – erhöht statistisch die Gefahr von Transportschäden. Da FTL ohne Umladung auskommt, ist es für empfindliche oder hochwertige Güter die schonendere Variante.

Was kostet ein Palettentransport bei Spedition Log?

Als Festpreis-Anker: LTL ab 89 € pro Palette, FTL ab 299 € im Direktverkehr und ein kompletter Sattelzug (bis 33 Paletten / 40 t) ab 799 €. Der endgültige Preis richtet sich nach Strecke, Gewicht und Terminfenster. Ein konkretes Angebot gibt es unter +49 (0)30 2000 849 40.

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